Im aktuellen Newsletter von Groundspeak wird das Thema "Dosenqualität" auf's Cacher-Tablett gehoben! Wie ich finde ein richtiger Ansatz und in Teilen ein wichtiges Thema.
Neben dem allgemeinen Aufruf an die Geocaching-Community, auf die Qualität bei der Cachelegung zu achten, werden Hinweise aufgeführt, die Geocachern helfen sollen zu beurteilen, wie man eine möglichst hohe Qualität bei einem Geocache erreicht.
In meinen Augen gut gedacht aber doch eher schlecht gemacht, ...
... denn bereits der erste Punkt in der Aufzählung kann und wird kontrovers diskutiert werden! Die allgemeine Meinung ist doch, dass es notwendig ist etwa 100 - eher noch mehr - Geocaches gefunden zu haben, um erkennen zu können was in der Community ankommt bzw. zu einem "guten" Geocache gehört!
Hier mal ungefiltert die Hinweise von Groundspeak:
- Find many caches before hiding one of your own. This will show you how vastly different geocaches can be. We suggest finding at least 20-25.
- Think about your favorite geocaches and why you enjoyed them so much. Was it the location? The container? The story on the cache page? Try to replicate the elements that you enjoyed while adding some of your own creativity.
- Make sure that the geocache container is waterproof and will survive the elements. It is better to use a sealed container rather than a plastic bag.
- Maintain your geocache. This means replacing the logbook when it is full, checking on the cache every so often to see that it's still doing well and responding quickly to "needs maintenance" logs.
Den zweiten Punkt kann ich unterschreiben! Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, sollte jeder Cacher mindestens daran denken, was ihr/ihm Spaß bei der Suche bereitet hat. Und toll wäre es dann natürlich noch, wenn man ein wenig über den "Tellerrand" hinaus schaut und versucht, der Community "gerecht zu werden".
Auch die letzten beiden Punkte sind wichtig und sollten eher als Selbstverständlichkeit betrachtet werden - auch wenn ich weiß, dass manchmal ein anderer Behälter gewählt werden "muss".
Aber in der Aufzählung fehlen noch wichtige Punkte! Sinnvoll wären auch Hinweise, dass es hilfreich ist sich für die erste(n) Cachelegung(en) Hilfe von erfahreneren Geocachern zu holen bzw. die Legung gemeinsam zu machen. Oder dass es zu einem "Qualitätscache" gehört, dass ein ordentliches Listing erstellt wird, Attribute gesetzt werden, die D- und T-Wertung richtig eingestuft wird, ein sinnvoller Hint nützlich ist und und und ...
Natürlich kann man so viele Informationen nicht in einem kurzen Newsletter verpacken - aber dann hätte man das Thema vielleicht nicht bringen sollen! Auf der anderen Seite finde ich es schon recht positiv, dass Groundspeak sich dieses Themas endlich mal annimmt!
Mir ist bewusst, dass es noch viele andere Meinungen und Definitionen zu "Qualitäts-Caches" gibt - aber es ist unmöglich das komplette Spektrum abzubilden. Genannte Ausführungen stellen in meinen Augen das Mindestmaß zu einem vernünftigen Cache dar.
Favoritenpunkte und die versteckte Werbung
Ein weiteres Themenfeld im Newsletter sind die Favoritenpunkte.
Ein gutes Indiz für einen Qualitätscache ist sicher der Blick auf die Favoritenpunkte! Klar hat Groundspeak diese auch eingeführt um dem Ruf nach einer Beurteilung der Qualität von Geocaches Rechnung zu tragen - und weil sie in "Konkurrenz" z.B. mit GCVote gestanden haben.
Natürlich hat ein Geocacher die Möglichkeit sich die "guten" Geocaches anhand der Favoritenpunkte rauszupicken ...
... jedoch wird dieses Thema hier nun auch geschickt verpackt in einer Werbung für die Mitgliedschaft als "Premium Member"! Denn nur dann hat man ja auch die Möglichkeit, selbst Favoritenpunkte zu vergeben und - vielleicht entscheidender - die Geocaches bereits über die Pocket Queries nach Geocaches mit Favoritenpunkten zu filtern!
Insofern kann man diesen Punkt als geschickten Schachzug seitens Groundspeak sehen, noch mehr zahlende Mitglieder für das Unternehmen zu gewinnen. Aber kann man Groundspeak diese Werbung verdenken?
Ich persönlich nutze die Vorteile als "Premium Member" schon lange und empfinde diese für mich als sehr hilfreich! Und letztlich muss jeder für sich entscheiden, ob die ca. 25 EUR Investition im Jahr es einem wert sind!