Nun habe ich mal ein wenig die neuesten Entwicklungen und Reaktionen auf die neueste "Errungenschaft" auf Geocaching.com verfolgt und ein wenig "probiert" - aber es erst einmal gelassen, auch eine "Test-Challenge" zu erstellen. Davon gab es auch schon genug, denn es sind schon einige erstellt und kurz danach wieder archiviert worden!
Was sollen diese neuen "Virtuals" uns bringen? Warum wird auf einer Plattform, die damit wirbt die Menschen in die Natur zu bringen, so ein Unsinn ermöglicht? Warum wird nun unumwunden das bisher doch sehr gut funktionierende Reviewer-System ad acta gelegt? Jeder kann plötzlich irgendwelchen Quatsch und Blödsinn auf die Öffentlichkeit loslassen - und viele Leute folgen dem blindlings ...
Man nehme nur den "Kiss the frog", der schon in vielen Blogs und Foren ausgeschlachtet wurde! Was soll dieser Mist, dass man hier irgendein geschossenes Foto einstellt und das dann als "kleines Abenteuer" für Jedermann sichtbar als "Fund" erscheint? Ich habe an dieser "Challenge" das ganze mal ausprobiert - und danach das "Completed-Log" wieder gelöscht ...
... und irgendwie intuitiv habe ich mir für das Foto folgendes Bild aus dem www ausgesucht:
Hmmm, irgendwie finde ich diese Auswahl mittlerweile sehr sinnbildlich! Die Challenges haben in der aktuellen Form absolut nichts mit dem Sinn des Geocachens zu tun - und deshalb werde ich das Ganze nur passiv verfolgen!
Dass aktuell noch ein "Fund" bei mir angezeigt wird, liegt daran, dass ich bei der Challenge "Climb a tree" auch einen Eintrag hinterlassen habe - ich bin heute noch als bekennende Sissy ein wenig stolz auf die erste selbst erkletterte vertikale Leitplanke ... ;)
... aber den "Fund" kann ich nicht entfernen, da diese Challenge archiviert wurde - und das ist das nächste Problem: Wenn so eine Krücke mal ins Nirwana geschickt wurde sind plötzlich alle Einträge ebenso "Lost" und niemand (ggf. noch der Owner?) kann irgendwas sehen!
Letztlich könnte ich den Challenges ja noch etwas abgewinnen, wenn einige Dinge umgesetzt würden:
- Es gibt wie bei jedem "normalen" Cache einen Review-Prozess - von mir aus abgespeckt, dass nur geprüft wird, ob die Aufgabe draußen auf der Spielwiese erfüllt werden muss
- Es kann keine "unsinnige" Aufgabe gestellt werden - à la: "Stelle Dich als Clown verkleidet an jene Buche/Eiche/Ulme ... und jongliere mit drei Tellern ...
... oder die von GC.com vorgeschlagene Aufgabe einen Bobby am Buckingham Palace zum Lachen zu bringen - was für ein Unsinn! - Für Challenges gelten die gleichen Funktionen wie für jeden anderen Cache auch - vor allem, dass die Logfunktionalitäten identisch sind und man auch nach Archivierung noch auf das Listing und die Logs zugreifen kann
- Challenge-"Caches" so modifiziert werden, dass sie wie alte Virtuals gewertet werden können - mit dem Unterschied, dass der Besuch "wasserdicht" dokumentiert werden muss
Es hat bereits viele Diskussionen und Blog-Einträge gegeben - und die meisten (oder alle?) haben den gleichen Tenor - und so kann ich mich diesen Aussagen nur anschließen! Was als die "Wiedergeburt" der Virtuals mit klareren Logbedingungen angekündigt wurde ist nun mit der Einführung der "Challenges" zu einem der größten Diskussionsthemen auf GC.com ausgeartet, die ich bisher kannte. Groundspeak hat sich damit ein glasklares Eigentor geschossen - und macht mit den Reaktionen von Jeremy auf die ersten (vielen) konstruktiven Kritiken noch ein "Spiel ohne Abwehr, Mittelfeld, Sturm und Torwart" daraus!!!
Sehr schade - aber ich hoffe, dass da möglichst bald eine Einsicht entsteht und die Community nicht weiter mit Ignoranz und Egoismus begegnet wird! Klar will Groundspeak Geld verdienen - aber bitte nicht, indem man die Mehrheit der Mitglieder in den Allerwertesten tritt ...

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