... unter welchen Voraussetzungen es Cacheownern gestattet ist, in den Wäldern Niedersachsens Caches zu legen. Und nicht nur das: Sie heißen uns Geocacher herzlich Willkommen in einer der schönsten "Spielwiesen" unseres Hobbies!
Auf der offiziellen Homepage werden dazu Grundlagen beschrieben, wie ein Cache im Wald im Allgemeinen und in einem Naturschutzgebiet (Stichwort: Wegegebot!) im Speziellen versteckt sein muss, damit die Försterschaft mit den Dosen in ihrem Revier klar kommen und unsere Objekte der Begierde auch ohne offizielle Erlaubnis dort auch akzeptieren.
Für mich ist das mal eins der ersten Signale, dass die vergangenen Treffen und Gespräche zwischen Cachern und Förstern bei Letztgenannten ein Umdenken bzw. eine Klarstellung gebracht hat, unter welchen Umständen sie mit uns Waldbesuchern "leben können".
Hier sollen einmal einige der aus meiner Sicht wichtigsten Passagen aus der Übersicht der Landesforsten genannt werden:
Als Geocacher sind Sie uns willkommen, der Wald ist für Ihr Hobby ein attraktives Terrain. Sie dürfen ihn für ihr Hobby nutzen, wie auch Wanderer, Jogger, Radfahrerinnen und andere Erholungssuchende. Bitte respektieren Sie dabei die Natur und helfen Sie, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum zu schützen und zu erhalten.
Diese Einleitung tut schon mal sehr gut - ein positives Willkommen, bei dem man merkt, dass die Geocacher auf einer Höhe gesehen werden wie alle anderen Waldbesucher! In der Vergangenheit gab es da schon eher "Hetze" gegen uns, obwohl wir im Regelfall nicht mehr Schaden anrichten als die anderen genannten Erholungssuchenden!
In den Niedersächsischen Landesforsten ist naturverträgliches Geocaching zu Erholungszwecken grundsätzlich dann erlaubt, wenn
- es sich nicht um gewerbliche oder organisierte Veranstaltungen handelt,
- keine Konflikte mit anderen Nutzern entstehen (z.B. erhebliche Belästigung von anderen Erholungssuchenden, Jagdpächtern oder Jagderlaubnisscheininhabern),
- keine Rechtsverstöße gegen das Naturschutzrecht vorliegen (Stichworte Brut- und Setzzeit, Wegebote in NSGs und Naturwäldern),
- dabei keine spürbaren Beschädigungen an Bäumen etc. entstehen.
Diese Konkretisierung ist noch positiver zu sehen, da hier schon mal eine erste Erläuterung erfolgt, was seitens der Försterschaft als naturverträgliches Geocaching verstanden wird. So können potentielle Owner oder auch Owner von bereits ausgelegte Caches gleich grob einschätzen, ob das gewählte oder zukünftige Versteck den Richtlinien Stand halten kann.
Naturschutzaspekte
- Immer klären, ob ein vorhandener oder geplanter Cache sich in einem Schutzgebiet befindet! (www.geodienste.bfn.de/Schutzgebiete)
- Die Owner sollten im Listing gut sichtbar auf die Lage im Naturschutzgebiet oder Naturwald (vollständig aus der Nutzung genommene und der natürlichen Entwicklung überlassene Wälder) insbesondere das Wegegebot hinweisen.
- Caches in Naturschutzgebieten und Naturwäldern sollten grundsätzlich vermieden werden. Im Ausnahmefall dürfen Caches nur unmittelbar am Weg versteckt werden; generelles Wegegebot!
- Der Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensstätten und Biotope muss auch außerhalb der Schutzgebiete berücksichtigt werden
Diese Übersicht - und die folgenden Detaillierungen auf der Homepage - ist besonders hilfreich, da hier fundiert und beispielhaft dargestellt wird, wann ein Cacheversteck den Naturschutzaspekten gerecht wird und wann nicht. An diese Regelungen sollten sich Cacheowner in den niedersächsischen Wäldern unbedingt halten, damit es nicht zu Konflikten kommt!
Schön ist, dass auch darauf eingegangen wird, welche Art von Caches nicht in Ordnung sind - denn das stellt zum einen klar, weshalb Nägel im Baum *) nichts verloren haben - zum anderen haben wir Cacheowner damit eine gewisse Grundlage zur Entscheidung, ob ein gewisser Cache auch in Ordnung ist.
Regeln für die Installation von Caches
Für das Verstecken, die Installation und das Aufsuchen von Caches oder den Zwischenstationen gilt:
- Keine Nägel in Bäume eingeschlagen (dies führt zu Holzverfärbungen).
- Keine einschnürenden Seile, Drähte, Verstrebungen etc. an Bäumen verwenden (Vitalitätsverluste).
- Keine Nutzung von Steigeisen, Haken u.ä.
- Grundsätzlich sollten nur naturverträgliche Materialen verwendet werden.
Werden Caches archiviert bzw. aufgegeben, sind Behälter und/oder Zwischenstationen vom Owner vollständig zu entfernen.
Mit diesen Informationen haben wir Cacher eine wunderbare Grundlage und können nach einigen Monaten und Jahren mit einigen Konflikten nun dankbar sein, dass die Försterschaft ihrerseits mit diesen Informationen uns einen schönen Leitfaden zum Verstecken von Caches in niedersächsischen Wäldern an die Hand gegeben hat!
Denn folgend kommt noch eine nicht alltägliche "Freigabe", Caches im Forst in Niedersachsen zu verstecken ohne vorherige Erlaubnis des zuständigen Forstamtsleiters, wenn die vorgegebenen Versteckregeln eingehalten werden:
Unter Beachtung der o.a. Hinweise bedarf es keiner formellen Genehmigung oder Erlaubnis durch die jeweils zuständigen Forstämter der Niedersächsischen Landesforsten. Sollte es Zweifel geben, ob Caches diesen Hinweisen entsprechen oder sie sich überhaupt im Niedersächsischen Landeswald bewegen, können die Karten der jeweiligen Forstämter eine Orientierung geben. Sollten weitere Fragen bestehen, können Sie dort auch nach Klick auf das jeweilige Forstamt in der Karte die jeweiligen Kontaktadressen erfahren.Andere Grundeigentümer können den Ausführungsbestimmungen_zum_NWaldLG folgend das Anlegen von Caches von ihrer Zustimmung in jedem Einzelfall abhängig machen.Im Gegensatz zu dieser grundsätzlichen Erlaubnis in den Niedersächsischen Landesforsten werden solche Caches, deren Errichtung oder deren Aufsuchen z.B. die dauerhafte Zerstörung der Bodenvegetation infolge einer Pfadeinrichtung, die Verletzungen an Bäumen hervorrufen oder die Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen zur Folge haben zu einer unzumutbaren Belastung des Grundeigentümers und der Natur und deshalb nicht geduldet.
Nun ist es an uns, die gestellten Regeln und Grenzen unbedingt einzuhalten, damit es nicht erneut zu Konflikten und Problemen mit der Försterschaft kommt! Jeder Owner hat mit den Informationen auf der Homepage eine Möglichkeit, seine eigenen Caches auf die Naturverträglichkeit zu überprüfen.
Macht dieses bitte einmal!!!
*) Die vielerorts verbreitete Annahme, dass damit das Wachstum der Bäume behindert wird, scheint hiermit wiederlegt zu sein. Letztlich geht es um Forstwirtschaft - und die Landesforsten verdienen ihr Geld (auch) mit dem Verkauf von Holz. Und verfärbtes Holz u.a. durch Nägel in Bäumen würde den Ertrag nicht unerheblich reduzieren!
















































